Die Historie – einblick in einen wahren Familienbetrieb mit Tradition

Im Jahr 1964 zog das „Moderne“ in die Maurepasstraße, die damals noch Ulzburger Straße hieß. Es war die heutige Seniorchefin des Hauses – Hannelore Nowatzki. Stets offen für Neues und Veränderungen hat sie zusammen mit Hans Jürgen Nowatzki die Fleischerei zu dem gemacht, was sie heute ist: ein tradioneller und kundenorientierter Familienbetrieb.

Damals galten sie als ungleiches Paar: Auf der einen Seite die gutaussehende Blondine, die in der „großen Stadt“ Hamburg in der Bank gearbeitet hat; auf der anderen Seite der smarte Junge aus dem beschaulichen Henstedt, der schon im Alter von 22 Jahren seinen Meisterbrief in den Händen hielt. Als die beiden am 1. April 1964 die Firma von Urgroßvater Johann Richter offiziell übernahmen, betrug der Warenwert des Warenbestands 2.860,23 DM. Natürlich wusste Hannelore damals nicht viel über das Fleischereifachgeschäft und noch heute wird über damals „brenzlige“ Situationen – wenn Hans Jürgen z. B. in Hamburg zum Einkaufen unterwegs war und ihr nicht mit seinem Fachwissen zur Seite stehen konnte – herzlich gelacht. Damals wird sicher die eine oder andere Bockwurst als Bratwurst über den Tresen  gegangen sein ...

Durch ihren großen Zusammenhalt haben sie aber auch diese manchmal schwierige Zeit überstanden und es geschafft, die Firma wachsen zu lassen. In den folgenden Jahren wurde u.a. 1965 der erste Umbau realisiert. Es wurde in einen großen, neuen Kühltresen investiert. 1980 wurde das Ladengeschäft grunderneuert – damals ein Riesenschritt, ein grpßes Wagnis, das den Inhabern so manche schlaflose Nacht bescherte. Wie wir heute wissen, war es die richtige Entscheidung, denn noch heute fühlen sich die Kunden bei den Nowatzkis gut aufgehoben.

Eine Sache war all die Jahre oberstes Gebot und Maxime: Kundenwünsche zu erfüllen und frische Ideen für den „Küchenalltag“ unserer Kunden zu präsentieren. Das ist bis heute so geblieben – auf höchstem handwerklichen Niveau.

1968 wurde das Glück vollkommen: Tochter Steffi kam zur Welt und wuchs mitten im bunten Treiben des Familienbetriebes heran. Nach ihrem Schulabschluss jedoch beschloss sie, es ihrer Mutter gleich zu tun und absolvierte eine Banklehre. Ein BWL-Studium in Kiel schloss sich an. Doch sie besann sich ihrer Wurzeln, legte eine Lehre im eigenen Betrieb nach und konnte schon zwei Jahre später ihre Meisterprüfung mit Erfolg absolvieren. 

Wie der Zufall es wollte, sah die damals bei den Nowatzkis angestellte Meisterin Babyfreuden entgegen, und Steffi musste nach einer kurzen Eingewöhnungsphase die gesamte Produktion der Wurstwaren übernehmen. Man kann von Glück oder Schicksal sprechen, denn das war der Grundstein für ihre ständige Suche nach neuen Kreationen, Rezepten und außergewöhnlichen Arrangements. Noch heute „stöhnt“ der Senior-Chef über – wie er sie nennt – „Schicki-Micki-Wurstsorten“, wenn er mit seiner Tochter mal wieder gemeinsam produziert. Dass den VerkäuferInnen genau diese „Schick-Micki“-Produkte aus den Händen gerissen werden, freut ihn dann aber auch.

Die Ideen zu neuen Kreationen entstehen bei Steffi Nowatzki, wie sie sagt, oft im Gespräch mit Kunden oder mit ihrer Freundin Tina von der Fleischerei Hansen in Tolk, mit der sie sich ständig austauscht. Es kann aber auch ein neues Gewürz sein, welches sie riecht oder schmeckt und inspiriert. Dann fängt sie an, zu experimentieren, zu kalkulieren oder auch mal wieder zu verwerfen – bis das neue Produkt ihren hohen Ansprüchen gerecht wird.

Die große Nachfrage gibt ihr Recht, und es macht sie stolz und glücklich, dass sie fast immer den Geschmack ihrer Kunden trifft.


1930

Das erste Foto

1950

Vor dem Umbau

1964

Hätten wir bloß das Auto behalten ...

1967

Langsam kommt Farbe ins Spiel

1968

Eröffnung nach dem ersten Umbau

1970

Immer im Kittel, immer im Dienst

1974

Hölzerne Hochzeit & 10-jähriges

1980

Die „Senior-Chefin“ vor dem Umbau

1980

Die 80er ...

1981

Weder gekocht, noch zum Mitnehmen

2000

Die „Senior-Chefin“ vor dem Umbau

2016

Große Neueröffnung November 2016